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Rawit Rot
Rawit Grün

Heimat / Herkunft:

Das streng tropische Gewächs ist in Südamerika beheimatet und sein Anbau findet in den meisten tropischen Gebieten Mittel- und Südamerikas (Cayenne), Afrikas, Indiens, Südostasiens und Chinas statt. Bei uns ist er nur im Unterglasanbau mit künstlicher Wärme möglich.

Beschreibung:

Chilis, Verwandte der Paprika, sind Beerenfrüchte eines bis 2 m hoch werdenden Nachschattengewächses. Es besteht keine botanische Verwandtschaft mit dem Pfeffer, so dass die Bezeichnungen „Chilipfeffer“,“Guineapfeffer“ nicht ganz richtig sind. Die Chilifrüchte sind nur 1 - 5 cm lang, schotenförmig spitzkehlig, glänzend, unreif grün, bei Reife von gelb über orangerot bis bräunlich. Sie unterscheiden sich von der Paprika nicht nur durch ihre geringere Größe, sondern auch durch ihren wesentlich schärferen, teuflisch brennenden Geschmack. Dieser wird durch den besonders hohen Gehalt an Capsaicin verursacht, der ungefähr 20 mal so hoch ist wie bei der Gemüsepaprika und doppelt so hoch wie bei der Gewürzpaprika. Inhaltsstoffe sind Kohlenhydrate, Eiweiß, Mineralstoffe- Calcium und Eisen, Provitamin A und Vitamin C (ca.10mg%). Das Gewürz wirket anregend, verdauungsfördernd und desinfizierend. Cayennepfeffer soll bei Erkältungskrankheiten, Fieber und Verdauungsstörungen lindernd wirken.

Verkauf:

Chilis werden bei uns ausschließlich importiert. Der Verkauf geht nach Gewicht, auch auf „Foodtainern“. Die Frucht kann bei 7-8°C und hoher Luftfeuchtigkeit 2 Wochen, bei 8-10°C gut eine Woche gelagert werden. Getrocknete Schoten sind lange haltbar.

Verwendung:

Schon die noch unreifen, grünen Chilis werden für Mixed Pickles in Essig eingelegt die frische, reife Frucht in vielerlei ostasiatischen, südamerikanischen und mexikanischen Gerichten in geringsten Mengen verwendet. Getrocknete und gemahlene Früchte ergeben den Cayennepfeffer, welcher auch nur in geringsten Mengen zum Würzen von Kartoffel-, Bohnen- und Fischsuppen, Grillsaucen, Gulasch, Eintöpfen, Schweine- und Lammbraten geeignet ist. Cayennepfeffer ist die Grundsubstanz der atemberaubend würzigen Tabascosauce. Mit Chilis als Gewürz lassen sich meist Kochsalzzugaben verringern. Die Fleischwarenindustrie verarbeitet Chilis zu pikanten Gewürzmischungen. Im Gegensatz zum Pfeffer haben Chilischoten keinen starken Eigengeschmack. Sie sind daher zur Abrundung einer pikanten Hintergrundschärfe geeignet. Fein abgestimmt regen sie das Geschmacksempfinden an.