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Cassave / Maniok

Heimat / Herkunft:

Maniok wurde bereits vor Jahrtausenden im tropischen Teil Amerikas, in Südamerika von Peru bis Südmexiko und der Karibik als wichtiges Nahrungsmittel genutzt. Anbauschwerpunkte sind: Zaire, Tansania, Nigeria und in anderen Ländern in Ost-, West und Zentralafrika, Indien, Indonesien, die Philippinen, Sri Lanka, Thailand. Die gegen wärtige Weltproduktion liegt derzeit bei ca. 105 Mio. Tonnen. Maniok ist durch Importe aus Brasilien und anderen Anbauländern ganzjährig erhältlich. Unter den Weltnahrungsmitteln belegt Maniok die 6. Stelle.

Beschreibung:

Maniok ist ein mehrjähriger 2-5m hoher Strauch. Die Maniok - Knolle enthält das äußerst bitter schmeckende, giftige Glykosid "Linamarin". Dieses zerfällt jedoch, wenn die Pflanze "verletzt" wird, d.h., auch dann wenn, sie geerntet wird. Durch Auswaschen, Kochen oder Rösten wird der giftige Stoff ebenfalls entfernt. Die Maniok-Knolle ist sehr stärkereich, beinhaltet reichlich Eiweiß und wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Calcium und Eisen, sowie annähernd 3mg% Vitamin C. Der Geschmack ist ziemlich neutral und wegen des hohen Stärkegehalts etwas mehlig.

Verkauf:

Die Maniok-Knolle verdirbt schnell. Bei 5-7 ° C und 85-95% relativer Luftfeuchtigkeit kann die Haltbarkeit auf 1-2 Wochen erhöht werden. Wenn man kann die Knolle in Plastikfolie wickelt, erhöht man die Haltbarkeit auf bis zu 16 Tagen Dauer.

Verwendung:

Rohgenuss scheidet aufgrund des giftigen Glykosid "Linamarin" aus. Durcfh Kochen, Dämpfen oder Rösten wird der Maniok hingegen essbar. Zum Verzehr der Knolle muss man diese waschen, schälen, der Länge nach aufschneiden und die harte "Mittelvene" herauslösen, dann die Knolle in Stücke schneiden, in Salzwasser kochen und mit pikanter Soße, z.B. aus Olivenöl, Petersilie, Salz und Knoblauch servieren. Gekochter Maniok lässt sich auch in Stücke oder Streifen schneiden, in der Pfanne braten oder frittieren. Die gekochten, gedämpften oder gerösteten Knollen können zu Brei zerstoßen, zum Verfeinern von Kartoffelsuppe oder Soßen verwendet oder zu Fladen gebacken werden. Zu Fischgerichten empfiehlt sich z.B. gekochte Maniok- Scheiben mit Butter zu bestreichen, zu salzen und zu pfeffern.