Tamarillo

Heimat / Herkunft:
Heimat sind die Anden in Peru. Die Pflanze wächst in tropischen Höhenlagen im Gebiet zwischen Chile und Venezuela, sie wird aber auch in Kolumbien, Ecuador, Brasilien, Neuseeland, Kalifornien, Haiti, Kenia, SriLanka, Indien angebaut.
Beschreibung:
Die Tamarillo gehört zur Familie der Nachtschattengewächse, ist also mit unserer Tomate und Kartoffel verwandt, eine Beerenfrucht an einem immergrünen schnellwüchsigen, baumartig wachsenden, 2-5m hohen Strauch, der schon nach 1-2 Jahren Früchte trägt und das 5-7 Jahre lang. Die Tamarillos hängen an sehr langen, dünnen Stielen in Trauben zu 2-3 Früchten und sind daher bequem zu ernten. Ihre Form ist bis 9cm lang, länglich- eiförmig, an beiden Enden zugespitzt. Sie wiegen 60-80g. Die dünne, glatte Schale ist bei voller Reife dunkelrot, doch gibt es auch gelborange, gelbrote sowie gestreifte Typen. Das Fruchtfleisch ist ebenfalls gelb oder rot, am Rande fest und zur Mitte hin weich; es enthält das geleeartige Kerngebilde mit zahlreichen essbaren, dunklen, weichen Samenkernchen und schmeckt angenehm herbsüß, etwas streng aromatisch, entfernt tomatenartig. Ihr hoher Gehalt an V itamin C ( 25-30 mg%), E, der B- Gruppe und Provitamin A (0,17 mg % ), Kalium, Calcium, Magnesium Eisen und Phosphor zeichnet die Frucht aus.
Verkauf:
Die Frucht ist ganzjährig verfügbar. Die Früchte reifen in Folge und werden nahezu vollreif geerntet, aber noch fest und mit Stiel, dann schonend in gepolsterten oder unterteilten Kartonsteigen verpackt. Sie sind gut transport- und lagerfähig. Bei 3-4°C und 85-95% rel. Luftfeuchtigkeit kann man sie 3-4 Wochen aufbewahren und in Plastik verpackt im Gemüsefach des Kühlschrankes ca. 1 Woche. Geschälte, gezuckerte Früchte lassen sich gut einfrieren.
Verwendung:
Nur vollreife, auf leichten Druck nachgebende Früchte haben ihr volles Aroma, unreife Ware schmeckt sehr herb und ist adstringierend. Die Früchte sind im Anschnitt der Tomate ähnlich und werden auch ähnlich verwendet. Zum Rohgenuss werden sie gewaschen, längs oder quer durchgeschnitten, nach Geschmack mit Zucker oder Salz bestreut, ausgelöffelt oder dünn geschält und in Scheiben geschnitten. Durch kurzes Blanchieren in heißem Wasser lässt sich die bittere Haut gut entfernen. Man gibt Tamarillos in Obst-, Fleisch-, Fisch- Geflügelsalate und reicht sie gegrillt zu Fleisch gerichten, roh als Beilage zu kalten Platten, zu Käse oder einfach zum Butterbrot.
Zugabe von Zucker mildert den Bittergeschmack und unterstreicht das Aroma. Man kann die Früchte zu Saft, Sirup, Püree, Sorbet, Eisparfait und in Torten verarbeiten oder auch kochen und daraus Suppen, Soßen, Kompotte, Chutney, Konfitüre und Gelee herstellen oder sie sauer einlegen.
