Physalis
Kapstachelbeere

Heimat / Herkunft:
Die Kapstachelbeere, in der Bundesrepublik Deutschland überwiegend als Physalis bekannt, hat ihren Ursprung in der Andenregion zwischen Venezuela und Chile. Heute wird die Physalis in vielen Gebieten mit gemäßigtem Klima angebaut. Neben Venezuela und Chile sind u.a. als Anbaugebiete: Kolumbien (Hauptimportland für europäische Märkte), Südafrika, Kenia, Indien, Neuseeland und die USA (Kalifornien und Hawaii) von Bedeutung. Bei uns kann die Pflanze in bevorzugten Lage (Weinanbauklima) oder im Gewächshaus kultiviert werden.
Beschreibung:
Die Physalis hat trotz ihres zweiten Namens „Kapstachelbeere“ nichts mit der in der BRD bekannten Stachelbeere gemeinsam, sondern gehört zu der Familie der Nachtschattengewächse. Die Physalis ist eine 1-2m hohe, bei uns einjährige, in den Tropen mehrjährige, krautige Pflanze. Nach der Reifung wird die Frucht hellbraunen, die Hülle ist stark gerippt und eingetrocknet. In ihr befindet sich die 1,5-3(4)cm große und 4-5(15) Gramm schwere, fast kugelige, etwas klebrige, goldgelbe Beerenfrucht.
Das Fruchtfleisch der Physalis ist gelblich, saftig und hat viele kleine, weiche essbare Kernchen. Der Geschmack ist fruchtig und erfrischend, fein süß und erinnert entfernt an Ananas (Bezeichnung: Ananaskirsche). Sie ist reich an Zitronensäure, Phosphor, Eisen, Provitamin A, Vitamin B, und 11-42m% Vitamin C.
Verkauf:
Die Physalis ist ganzjährig erhältlich. Sie wird in kleinen, eingeschweißten Schachteln oder sogar wie Luxuspralinen einzeln eingeschweißt verkauft. Die Haltbarkeit bei eingeschweißten Früchten beträgt bei 10-1 5 ° C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von ca. 80% ca. 1-2 Monate. Bei nicht eingeschweißten Früchten und zu hoher Luftfeuchtigkeit kann die Hülle der Frucht schnell zu schimmeln anfangen.
Verwendung:
Die Physalis ist Frischobst. Zum Verzehr werden die Beeren aus ihrer Hülle gezupft und gegessen. Meist sind sie etwas klebrig, daher vor dem Servieren kurz abwaschen. Sehr dekorativ und köstlich ist, wenn man die Hülle der Frucht nach unten klappt und die freigelegte Beere in heiße Schokolade taucht.
Weitere Verwendung findet die Frucht z.B. in Konfitüren, Gelee, Kompott, Speiseeis oder in Cocktails, auch als Beilage für Torten. Die Physalis können zudem getrocknet oder tiefgefroren werden.
