Mango

Heimat / Herkunft:
Die ursprüngliche Heimat der Mango wird an den Südhängen des Himalaya vermutet, sie ist heute die Nationalfrucht Indiens. Der Anbau wird in nahezu allen tropischen und zunehmend subtropischen Gebieten betrieben, sie ist nach der Banane die wichtigste exotische Fruchtart. Die größten Produzenten sind: Indien, Mexiko, China, Pakistan, Thailand, Indonesien, Nigeria und Brasilien. Die Weltjahresproduktion liegt derzeit bei ca. 250.000 Tonnen.
Beschreibung:
Mangos sind die Früchte eines 10-30m hohen, immergrünen Baumes, der bis zu 100 Jahren alt werden kann. Je nach Sorte und Herkunft unterscheiden sich die Früchte relativ stark in Form, Farbe und Größe. Ihre Größe reicht von der einer Pflaume bis zu der einer Melone. Ihre Form ist, je nach Sorte, rundlich bis walzenförmig, oft in der Form einer Niere. Mangos wiegen im Durchschnitt ca. 300 Gramm, können aber ein Gewicht bis zu 2 Kg. erreichen. Ihre Farbe reicht von Grün oder Grüngelb und von Orange bis Rot. Manche Sorten haben eine mehrfach Farbtönung. Unter der glatten, lederartigen und ungenießbaren Schale befindet sich das hellgelbe bis orangefarbene, faserige, zarte, sehr saftige und süße Fruchtfleisch. Scherzhaft wird die Mango als „Badewannenfrucht“ bezeichnet , weil man eigentlich in der Badewanne sitzen müsste um bei der Saftfülle der reifen Frucht nicht fortzuschwimmen. Der köstliche Geschmack ist einmalig und mit anderen Früchten nur unzureichend zu vergleichen, ihre volle, saftige, hocharomatische Süße hat ihr die Bezeichnung „Königin der Früchte“ eingebracht. In der Frucht befindet sich ein, vom Fruchtfleisch nur schwer löslicher, faseriger und relativ großer Kern. Die Mango enthält 10-16% Zucker, ist reich an B-Vitaminen, Vitamin E und C (20-50mg%) und vor allem an Provitamin A. Sie gehört zu den Provitamin A- reichsten Obstsorten überhaupt. Diese wichtigen Inhaltsstoffe machen sie zu einer exzellenten Baby- und Krankenkost. Zudem gilt das Fruchtfleisch als verdauungsfördernd.
Verkauf:
Für den Export bestimmte Mangos werden unreif geerntet. In der Regel erfolgt die Nachbehandlung in Form eines Heißwasserbades über 5 min. bei 55 ° C, bzw. sie wird mit einer Wachsschicht überzogen um die Frucht haltbarer zu machen. Das Angebot an Mangos ist durch die hohe Zahl der Anbauländer, annähernd 40 Länder, ganzjährig. Beim Kauf der Mango sollte man sich eher von Nase und Tastsinn leiten lassen, als von der Färbung der Schale. Eine essreife Frucht gibt auf leichten Fingerdruck nach und verströmt einen angenehmen Duft. Noch nicht verzehrreife Früchte reifen bei 20-2 5 ° C in wenigen Tagen nach, ggf. mit anderem reifenden, ethylenabgebenden Obst. Bei der Aufbewahrung der Frucht sollte darauf geachtet werden, dass die Lagerungstemperatur von 10-14 ° C nicht unterschritten wird. Grau-bräunliche Verfärbung, die unter der Schale durchschimmert, ist ein Zeichen von Kälteschaden. Allgemein sind Mangos nicht lange lagerfähig. Mangos produzieren im Lager das reifebeschleunigende Gas Ethylen, sie sollten daher nicht zusammen mit bestimmten Obst- oder Gemüsearten wie z.B. Gurken gelagert werden.
Verwendung:
Die Mango ist in erster Linie zum Rohverzehr gedacht. Dazu stellt man am besten die Frucht hochkant und schneidet mit einem Messer links und rechts dicht entlang des Kerns zwei „Backen“ der Frucht ab. Dann kann mit einem Löffel das Fruchtfleisch von der Schale abgelöst werden.
Eine weitere, und sehr dekorative Variante ist, die „Backen“ gitterförmig bis zur Schale einzuritzen und dann nach außen zu wölben. So erhält man den sogenannten „Mango-Igel“, dessen Frucht-Würfel sich leicht mit einer Gabel von der Schale ablösen lassen. Von dem verbleibenden Mittelteil entfernt man ebenfalls die Schale und schneidet das Fruchtfleisch vorsichtig ab, bzw. man lutscht den Kern ab. Für die Mango gibt es noch zahlreiche andere Verwendungsmöglichkeiten: Kompott, Konfitüre, Cremes, Speiseeis, Suppen, Kuchen, Torten, Püree, Saft (der Saft mit 50% Wasser verdünnt ist ein indisches Volksgetränk), Nektar. Mango-Soße (indische / chinesische Spe zialität): ein Gemisch aus Mango, Sultaninen und Zucker, verfeinert mit Curry und anderen Gewürzen, passt sehr gut zu Reisgerichten. Tipps :
1. Vorsicht vor Mangoflecken auf der Kleidung, da diese nur schwer zu entfernen sind.
2. Menschen mit empfindlichem Magen sollten nach dem Verzehr von Mangos etwa 2 Stunden keine Milch oder Alkohol zu sich nehmen.
3. Der Stängel der Mango sollte bis zum Verzehr unbeschädigt sein, da sie sonst schnell von innen zu faulen beginnen.
