Kiwano

Heimat / Herkunft:
Obwohl man die Kiwano, oder Hornmelone schon über 3000 Jahre kennt, ist sie erst 1981 eine Handelsfrucht geworden, dies aber nicht in ihrer ursprünglichen Heimat, sondern in Neuseeland. Sie gehört zu der Familie, der auch die Gurken und Kürbisse angehören. Wie die Melonen kann man die Kiwanos zwischen Obst und Gemüse ansiedeln.
Beschreibung:
Kiwanos wachsen an Pflanzen mit rankenden Trieben, sie werden an Draht, Stab oder Klettergerüst gezogen. Die Frucht sieht aus wie eine walzenförmige Honigmelone, ist 7- 20 cm lang, goldorange bis rötlich. Die 4- 6 mm starke, feste Schale trägt stachelige bis hornartige Ausstülpungen oder Zacken in ca. 3 cm Abstand. Im Inneren der Frucht befinden sich in der Mitte eine verdickte Stützwand und wie Bienenwaben aneinandergereihte Samenfächer, gefüllt mit meer- bis dunkelgrünem, saftigem, gelee- oder gallertartigem Fruchtfleisch, in das zahlreiche kürbiskernartige Samen eingebettet sind. Der Geschmack der Kiwano wird unterschiedlich beurteilt: erfrischend, fein-säuerlich, „tropisch“, wie eine süß geratene Gurke, manchmal etwas ausdruckslos. Nach Meinung der Israelis schmeckt die Frucht wie eine Limette oder Zitrone, sie nennen sie daher „citromelon“. Die Italiener sprechen von „Zitronen- Bananengeschmack“ („lemonbana“). Es hat den Anschein, dass sich die Geschmackstoffe in den einzelnen Anbauländern unterschiedlich ausbilden . Über Inhaltsstoffe und Nährwert der Kiwano ist sehr wenig bekannt.
Verkauf:
Die Ernte fällt in die Monate Januar bis Juni, dann, wenn die Früchte ihre anfänglich grüne Farbe verlieren und sich gelborange zu färben beginnen. Sie werden gewaschen, nach Größe sortiert und anschließend vorsichtig verpackt, wobei mit Rücksicht auf die Zacken der Frucht in den Kartons oder Steigen Scheidewände und Holzwolle oder Nestverpackungen (tray packs) verwendet werden. Die Kiwano besitzt eine außergewöhnlich gute Haltbarkeit. Wird sie sofort bei beginnender Gelbfärbung geerntet, lässt sie sich bei 9°C 6-9 Monate frisch halten. Kiwanos vertragen daher in temperaturkontrollierten Containern problemlos längere Seetransporte. Das ermöglicht ein ganzjähriges Angebot der Frucht. Verkauf meist stückweise.
Verwendung:
Die Kiwano kann schon beim ersten Reifezeichen, d.h. bei beginnender Verfärbung, gegess en werden. Die Frucht wird gewaschen, der Länge nach in zwei Hälften oder mehrere Keile geschnitten und, zusammen mit den Kernen, wie Grapefruits ausgelöffelt. Evtl. eine Prise Zucker zugeben. Man kann das Fruchtfleisch auch zusammen mit Ananas, Äpfeln, Bananen, gehackten Pistazien, Mandeln, Nüssen, für einen Fruchtsalat verwenden oder daraus Cocktails, Eis, Sorbet usw. zubereiten. Die Frucht lässt sich tiefgefroren längere Zeit aufbewahren.
